Manche Orte lassen einen nicht los. Borjomi (oder auch Bordschomi) ist für uns genau so einer. Zweimal waren wir nun dort – dazwischen lagen sieben Jahre. Doch als wir unsere zweite Georgien-Reise planten, stand sofort fest: Da müssen wir wieder hin.
Ein kleiner Ort mit großem Charme
Borjomi liegt eingebettet in den georgischen Bergen und ist vor allem für eines bekannt: das berühmte schwefelhaltige Mineralwasser, das von hier stammt. Für seinen Bekanntheitsgrad ist der Ort überraschend klein und unaufgeregt – und gerade das macht seinen Reiz aus.
Zwischen den Berghängen liegt der obligatorische Freizeitpark, in dem sich Vogelzwitschern mit dem Klang von „Hau den Lukas“ abwechselt. Ein Ort voller kleiner Kontraste, und einer, an den es sich lohnt zurückzukehren.
Erster Stopp: traditionelles georgisches Essen
Unser erster Halt führte uns in ein traditionelles Restaurant. Hinter der Tür öffnet sich der Blick auf eine Küche voller älterer Damen, die Teig kneten, Khinkali formen und in dampfenden Töpfen rühren. Schon bei unserem ersten Besuch sind wir hier gelandet – und wollten unbedingt wieder einkehren.
Diesmal waren wir allerdings einiges schlauer beim Bestellen: In Georgien sind Vorspeisen keine Vorspeisen, sondern vollwertige Gerichte. Wer hier zu viel ordert, kapituliert schnell vor der Tischfülle.
Unsere Unterkunft: eine echte Perle
Vor sieben Jahren übernachteten wir im Golden Tulip, einem schönen Hotel direkt am Parkeingang – gegenüber dem prestigeträchtigen Crowne Plaza, in dem die gehobene Klasse unterkommt.
Diesmal entschieden wir uns für eine kleine Perle auf der anderen Seite der Stadt: das perfekte Domizil Hotel Borjomi Verde. Der Blick auf die Berge ist schlicht unbeschreiblich.

Das Frühstück wurde jeden Tag frisch und auf Bestellung zubereitet. Ob Pancakes, Buchweizen-Porridge oder Ei – alles mit Liebe und Herzblut gekocht. (Mehr zu Buchweizen findet ihr in diesem Artikel)
Was wir in Borjomi erlebt haben
Unsere Tage füllten wir mit Wandern im Nationalpark, Flanieren im Freizeitpark, Lesen – und bestem georgischem Essen. Borjomi war übrigens der erste Ort, an dem ich Khachapuri Adjaruli probiert habe, das berühmte bootförmige Käsebrot mit Ei. Bobby liebt es bis heute, und das lässt mein Herz jedes Mal aufs Neue aufgehen.

Ein Geheimtipp zum Schluss: der beste Honig
Eine Sache müssen wir noch loswerden: In Borjomi gibt es den weltbesten Honig. Für jedes Wehwehchen die passende Sorte. Kleine Shops mit ganzen Wänden voller verschiedener Honige, Straßenhändler entlang des Wegs zum Park. Natürlich haben wir uns auch diesmal reichlich eingedeckt.
Welche besondere Bedeutung Honig in unserer Familie hat, erfahrt ihr hier.

Kommentare
Ein Kommentar zu „Borjomi: Warum wir nach 7 Jahren zurückkehrten“
[…] aus Georgien: dunkel, harzig, fast schon […]