Armenien hat einen ganz besonderen Platz in unserem Herzen. Dieses Land ist so weit weg – und fühlt sich doch so vertraut an. Hier haben wir die wichtigsten Infos über unsere Anreise nach Armenien zusammengetragen.
Tipps für günstige Flüge nach Armenien
Wir sind im Mai nach Armenien gereist. Zu dieser Zeit gab es noch keinen Direktflug ab Hamburg, also haben wir uns mit einem kleinen Trick geholfen: Wir sind nach Kutaissi in Georgien geflogen. Beide Ziele bietet WizzAir an – eine Airline, mit der wir sehr zufrieden sind. Der Flugpreis: nur ein Drittel dessen, was ein Flug nach Jerewan gekostet hätte. Und ein willkommener Anlass, noch einmal nach Georgien zurückzukehren.
Vorab haben wir uns beim Auswärtigen Amt über die Einreise informiert (unproblematisch). Wichtig war auch die Frage, wie wir von Kutaissi nach Armenien kommen: mit dem Zug (gibt es leider nicht), mit dem Bus (sehr lange Verbindung) – oder mit dem Auto (einfach und selbstbestimmt).

Mietwagen von Georgien nach Armenien
Ein Auto für zwei Länder zu mieten war kein Problem – es muss nur direkt bei der Anmietung angegeben werden. Für den Grenzübertritt braucht es zusätzliche Papiere, die notariell beglaubigt sein müssen. Ohne diese Dokumente ist kein Grenzübertritt möglich. Die zusätzlichen Kosten dafür: 60 €.
Gemietet haben wir bei [TODO: Name der Autovermietung], und das Auto wurde uns direkt vor die Tür gebracht. Insgesamt waren wir mit Wagen und Vermietung sehr zufrieden. Gut zu wissen: Wird das Auto ungereinigt zurückgegeben, fällt eine zusätzliche Gebühr an – bei uns rund 30 €, also absolut akzeptabel.
Die Strecke von Kutaissi zur Grenze
Von Kutaissi sind wir zunächst nach Achalziche gefahren (mehr dazu in [TODO: interner Link – Achalziche-Artikel folgt]) und haben dort zwei Tage verbracht. Von dort waren es noch 300 Kilometer – keine lange Strecke, dachten wir. Womit wir nicht gerechnet haben: die Straßenverhältnisse. Die waren abenteuerlich. Enge Straßen, Schlaglöcher, Berge hoch, Berge runter. Dazu Starkregen. Eine Strecke, die landschaftlich atemberaubend, aber auch fahrintensiv war.



Der Grenzübergang von Georgien nach Armenien
Zwischen Georgien und Armenien gibt es zwei maßgebliche Routen und zwei große Grenzübergänge: von Kutaissi aus oder von Tiflis aus. Auf dem Rückweg konnten wir feststellen: Die Verbindung über Tiflis ist die deutlich bessere. Die Straßen sind in besserem Zustand, und die Strecke verläuft flacher.
Der Grenzübergang selbst war unproblematisch – wir haben etwa 1,5 Stunden dort verbracht. Drumherum gibt es allerdings wenig. Wer mit einem Restaurant rechnet, muss lange suchen. (Auch hier gilt: Die Strecke über Tiflis ist die beliebtere, dort gibt es auf dem Weg zur Grenze auch Gastronomie.)

Ankommen in Armenien: Die Landschaft
Kaum waren wir über der Grenze, veränderte sich die Landschaft schlagartig. Und ich hatte diese eine Realisierung: Ich wusste vorher nicht, was mich in Armenien erwarten würde, hatte keine Vorstellung vom Land. Doch genau so musste es sein. Diese Weite, dieses Licht, diese Orte – genau das war Armenien. Es hätte nicht anders sein können. Dieser Moment des Erkennens ist mir bis heute stark im Kopf geblieben. Eigentlich fehlten nur ein paar Wildpferde auf den Steppen.
Schon bald war der Ararat am Horizont zu sehen. Ein wunderschönes Bild. Die Fahrt in Armenien war beeindruckend. Hinter jeder Kurve verbirgt sich eine andere Landschaft. Dicht bewaldete Hügel, karge Steppen, ein einziges Abenteuerland.



Die Menschen
Armenien ist ein besonderes Land – geschichtlich, landschaftlich, vor allem aber durch die Mentalität. Gastfreundschaft steht an erster Stelle. Jeder Einzelne würde seine Tür für dich öffnen, und das spürt man. Uns wurde immer geholfen, mit Händen und Füßen. Unser Kind wurde überall herzlich empfangen. Wir haben uns zu jedem Zeitpunkt gut aufgehoben gefühlt.

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